Das Internet. Ich glaube jeder von uns kann etwas mit dem Begriff anfangen und wahrscheinlich hat auch jeder so seine eigene Definition parat. Fakt ist, dass die meisten von uns das Internet täglich und höchstwahrscheinlich sowohl privat als auch beruflich nutzen.
Ich für meinen Teil, würde meine Internetnutzung als überdurchschnittlich hoch einstufen. Ich bin so um die 8 Stunden täglich im Netz der Netze unterwegs. Das liegt natürlich zum einen an meinem Beruf, aber auch an der Tatsache, dass ich mein Studium online bestreite. Da kommen dann schon ein paar Stunden Internetnutzung zusammen 🙂
Wieviele Stunden bist du so am Tag im Internet unterwegs?
Bedenke aber, dass das Internet nicht nur aus den Internetseiten besteht, die du über deinen Browser besuchst. Auch wenn du eine E-Mail schreibst nutzt du das Internet. Und solltest du ein Smartphone oder einen Fernseher mit Internetanschluss besitzen, kannst du die Onlinenutzung gleich dazu addieren.
An diesen kleinen Beispielen siehst du bereits, dass uns das Internet mittlerweile fast überall umgibt. Wir kommen kaum noch umhin, es nicht zu nutzen. Deshalb möchte ich in diesem Artikel, den Begriff des Internets, etwas genauer erläutern und dir zeigen, welchen gesellschaftlichen Stellenwert es in unserer heutigen Zeit eingenommen hat.
Dieser Artikel ist Teil des 21-teiligen Kurses “Das Internet”
Begriffsklärung
Das Wort Internet ist die Kurzform für den früher verwendeten Fachausdruck internetwork. Dieser Fachausdruck wurde in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, während der Entwicklung des Internets verwendet. Mit der gesellschaftlichen Durchdringung und dem steigenden Interesse, hat sich aber der Begriff “Internet” im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt. Häufig wird das Internet auch einfach nur “das Netz” genannt.
Die Wikipedia definiert den Begriff wie folgt:
Das Internet, umgangssprachlich das Netz, ist ein weltweites Netzwerk, bestehend aus vielen Rechnernetzwerken, durch die Daten ausgetauscht werden. Es ermöglicht die Nutzung von Internetdiensten wie E-Mail, Telnet, Usenet, Dateiübertragung, WWW und in letzter Zeit zunehmend auch Telefonie, Radio und Fernsehen.
Zwei Dinge sind hier wichtig:
- Das Internet ermöglicht es, Internetdienste zu nutzen.
- Es ist ein weltweites Netzwerk, welches aus vielen vielen anderen Netzwerken besteht.
Jetzt fragst du dich vielleicht, warum das so wichtig ist?
Ganz einfach, weil viele Leute den Begriff “Internet” als Synonym für den Dienst des World Wide Web (WWW) verwenden und das so nicht korrekt ist. Das WWW (ein System von Internetseiten, welche du mit deinem Browser besuchst) hat dem Internet zwar zu seinem Durchbruch verholfen und ist der am meistgenutzte Internetdienst, letztendlich aber auch nur ein Teil davon.
Was ist denn nun aber das Internet?
Diese Frage wird durch Punkt 2 beantwortet. Im Prinzip ist das Internet ein Zusammenschluss von vielen Einzelnetzwerken, die über Netzwerkkabel und Router zu einem Netz (das Internet) zusammengefasst werden. Deshalb wird das Internet auch das Netz der Netze genannt
Die Kommunikation zwischen den einzelnen Netzwerken und angeschlossenen Computern, wird über technisch normierte Internetprotokolle geregelt und auf diesen Protokollen, setzen dann die verschiedenen Internetdienste (WWW, E-Mail, usw.) auf.
Wie diese Kommunikation und das Zusammenspiel der verschiedenen Internetprotokolle und Internetdienste im Detail funktioniert, werde ich dir im 4. Teil dieses Internetkurses zeigen.
Das Internet und der gesellschaftliche Stellenwert
Die Entwicklung des Internets, hat für einige Experten die gleiche kulturelle Bedeutung, wie die Erfindung des Buchdrucks, denn es stellt eine grundlegende Veränderung unseres Informationswesens dar.
Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen hochtrabent. Es stimmt aus meiner Sicht aber.
Schau dir doch mal an, wie man sich bis weit in die 90er Jahre auf ein Referat vorbereitet hat. Wenn du Glück hattest, stand der Brockhaus im heimischen Bücherregal. Da die gesamte Enzyklopädie mit 30 Bänden aber ziemlich teuer war, fand man meist nur ein sehr allgemein gehaltenes Lexikon dort vor. Wahrscheinlich waren auch keine anderen Bücher zum Thema im Regal zu finden. Was wurde also gemacht? Genau, man ist in die Bibliothek gegangen und hat dort versucht die entsprechende Literatur auszuleihen. Meist war dies aber mit langen Wartezeiten verbunden, weil jemand anderes schneller war.
Kurz gesagt: Es gab wenige, aber dafür hochwertige Informationsquellen, an die man aber eventuell nur schwer heran kam.
Heute sieht das alles ganz anders aus. Wenn man heute ein Thema bekommt, zu dem man sich informieren soll, dann tippt man dieses zuerst einmal in die Suchmaschine seines Vertrauens ein und findet eine schier unendliche Anzahl an Suchergebnissen. Aufgrund dieser Informationsflut, könnte man auf die Idee kommen, dass man gar keine Bücher mehr braucht. Aber welche von den vielen Internetquellen ist wirklich vertrauenswürdig?
Kurz gesagt: Die Informationen sind heute leicht zugänglich. Man wird aber mit einer Flut an Informationen überschüttet, die es schwer macht, die guten von den schlechten Informationen zu trennen.
Dies ist nur ein Beispiel von vielen, bei dem das Internet große Auswirkungen auf unser tägliches Leben hat. Fällt dir vielleicht noch ein weiteres ein? Nein? Denk doch mal daran, wann du den letzten richtigen Brief an einen Freund oder eine Freundin per Post verschickt hast oder was du alles im Internet bestellen kannst und wie oft du diesen sehr bequemen Service nutzt. Richtig, der alte Brief wurde mittlerweile fast komplett von der E-Mail verdrängt und an dem Aussterben vieler Einzelhändler in den Innenstädten, sind unter anderem auch Onlinehändler wie Amazon schuld. Alles Dienste und Services die auf dem Internet aufbauen.
Ein weiterer großer Umbruch ist gerade innerhalb der Printmedien zu beobachten. Seien es die klassischen Bücher oder die Tageszeitungen, die Onlinedienste laufen den klassischen Printmedien den Rang ab. Ich zum Beispiel informiere mich über das aktuelle Tagesgeschehen bei Spiegel Online. Wenn ich mir am nächsten Morgen eine Tageszeitung kaufe, enthält diese meist Informationen, die mir bereits bekannt sind. Somit macht der Kauf einer klassische Tageszeitung für mich keinen Sinn.
Ich könnte bestimmt noch stundenlang weitere Beispiele bringen, wo und in welchem Ausmaß das Internet unser tägliches Leben beeinflusst oder zukünftig beeinflussen wird. Die genannten Beispiele sollten aber denke ich reichen, um dir einen Eindruck zu vermitteln, wie wichtig das Internet mittlerweile in unserer Gesellschaft geworden ist und welchen Stellenwert es einnimmt.
Fazit
Durch den Zusammenschluss von vielen kleineren Netzwerken zu einem großem Netzwerk (dem Internet), werden räumliche Grenzen aufgehoben und jeder kann mit jedem kommunizieren.
Das Internet stellt lediglich die Infrastruktur für die sogenannten Internetdienste zur Verfügung. Internetdienste sind zum Beispiel das WWW und die E-Mail. Aber auch das Fernsehen und Radio werden immer weiter ins Internet verlagert. Dadurch beeinflusst das Netz der Netze in besonderem Maße unser tägliches Leben.
Dienstleistungen wie die klassische Tageszeitung oder der Elektronikhändler um die Ecke, werden immer stärker von Diensten aus dem Internet verdrängt und wir sehen uns mit einer immer größer werdenden Informationsflut konfrontiert. Durch die Vielzahl an Informationsquellen, sind wir zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien gezwungen und die Anforderungen an unsere Medienkompetenz sind völlig andere, als bei klassischen Medien.
hey 🙂
Danke für deinen Beitrag!
Er hat mir sehr bei meiner Prüfung geholfen!
Das freut mich, dass dir der Beitrag geholfen hat 🙂